|
Neben der Gefahr zu erkranken (s. Kapitel âGesundheitâ), ist es nicht unwahrscheinlich, auf Fernreisen mit weiteren Gefahren konfrontiert zu werden. Die zu erwartenden
Sicherheitsrisiken sind sehr individuell und entsprechend zu bewerten. Um sich ein besseres Bild der Lage im Reiseland machen zu können, ist es notwendig, sich bereits vor Beginn
der Reise lĂ€nderspezifische Informationen aus verschiedenen Quellen zu besorgen und zu bewerten. Wenn alle unterschiedlichen Quellen ein Land als âNo go-areaâ
(hohe Lebensgefahr in diesem Land) bezeichnen, ist da wahrscheinlich was dran (auch wenn immer mal wieder der ein oder andere unbeschadet da durch kommt). Auf der
anderen Seite können vermeintlich sichere ReiselÀnder plötzlich durch MilitÀrputsche, Terrorattacken oder Àhnliches im Handumdrehen zu unsicheren Gebieten werden. VerlÀsst
man aber aus Angst vor solchen UmstĂ€nden das eigene Heim nicht mehr, kann einen auch dort das Schicksal ereilen (der berĂŒhmte Ziegelstein fĂ€llt auf den Kopf).
Kurz gesagt: Das Besorgen und Bewerten lÀnderspezifischer Informationen ist ein wichtiger erster Schritt. Dabei lÀsst sich auch feststellen, ob es möglicherweise Alternativen zu
einer ursprĂŒnglich geplanten Reiseroute gibt. Recht aktuell sind in dieser Hinsicht die Seiten des AuswĂ€rtigen Amtes,
fĂŒr deren Informationen (inklusive Angabe der letzten Aktualisierung) wirklich dankbar bin. ZusĂ€tzlich sollten aber, wie erwĂ€hnt, weitere Quellen herangezogen werden.
Unterwegs erhÀlt man auch zusÀtzliche Informationen von Reisenden, die aus LÀndern kommen, in die man gerade unterwegs ist.
Um sich besser auf riskante Situationen vorzubereiten, gibt es Angebote fĂŒr unterschiedlichste Sicherheitstrainings. Dazu gehören zum Beispiel LehrgĂ€nge fĂŒr richtiges
Autofahren im GelĂ€nde, Ăberlebenstrainings, Ăbungen zum Verhalten in Extremsituationen und vieles mehr. Entsprechende Anbieter können sowohl im Internet als auch
in den âGelben Seitenâ der Telekom recherchiert werden. Da die genannten Angebote preislich sehr stark differieren, lohnt sich auf jeden Fall ein Preisvergleich. Billig sind diese
Kurse selten. Einige Buchempfehlungen findet Ihr im Kapitel âLiteraturâ.
Sicherheit wird von jedem unterschiedlich empfunden. Eine Fernreise zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass man die von zu Hause gewöhnte, recht sichere Umgebung
einmal verlÀsst und sich ins Ungewisse wagt. Viele Risiken, die Reisende noch vor einigen Jahrzehnten kannten, sind inzwischen kalkulierbarer geworden, neue sind hinzugekommen. Jeder wird bei der Reisevorbereitung
individuell entscheiden, wie stark er sich absichert. Wir fĂŒhren beispielsweise ein GPS mit uns und schlieĂen teure Krankenversicherungen ab, verzichten aber auf ein
Satellitentelefon oder Survival-Trainings (letzteres aus KostengrĂŒnden). Minengebiete (z. B. in Mosambik) versuchen wir zu vermeiden, oder wenn das nicht geht, im
Schutz von Konvois zu durchfahren. Erspart bleibt uns dafĂŒr auf der Reise das Risiko deutscher Autobahnen, das auch nicht ohne ist.
|
zuletzt aktualisiert: 03. MĂ€rz 2002
|
|
|
|