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Dieses Thema ist sicherlich eines der umfangreichsten und wichtigsten, mit denen man sich vor einer lÀngerfristigen Fernreise beschÀftigen muss. Allerdings ist es auch ein sehr individuelles Thema, das jeden in anderer Form betrifft.
Je nach bereistem Gebiet können Krankheiten unterschiedlichster Art auf den Reisenden lauern. Ein Besuch beim Hausarzt, gegebenenfalls auch bei einem spezialisierten Arzt oder einem Tropeninstitut ist diesbezĂŒglich sowieso jedem angeraten, der eine solche Reise plant, um sich individuell auf seine Reise vorzubereiten.

Da ich mich als Laie nicht dazu berufen fĂŒhle, zu diesem Thema RatschlĂ€ge zu erteilen, sondern ich dies lieber den medizinischen Spezialisten ĂŒberlasse, sei an dieser Stelle nur der Hinweis auf die Internetseiten des AuswĂ€rtigen Amtes sowie von Fit for Travel gegeben, die Verbreitungsgebiete und Symptome von sowie einige vorbeugende Maßnahmen gegen Krankheiten beschreiben (s. Kapitel „Links“). Im Kapitel „Literatur“ finden sich ein paar Buchtipps zu diesem Thema. Generell erscheint es sehr sinnvoll, sich gegen möglicherweise anfallende Behandlungskosten und die Kosten eines eventuellen KrankenrĂŒcktransports aus dem Ausland mittels einer Auslandsreisekrankenversicherung abzusichern (s. Kapitel „Versicherung“).

Allgemein ist noch anzumerken, dass mit der Gesundheitsvorsorge rechtzeitig begonnen werden sollte, um bis Reiseantritt ausreichend gegen vermeidbare Gesundheitsrisiken abgesichert zu sein. Es sollte frĂŒhzeitig der Impfplan mit dem Haus- oder Tropenarzt abgestimmt werden, da nicht alle Impfungen gleichzeitig durchgefĂŒhrt werden können. Da wir fĂŒr unsere Reise eine Menge Impfungen wieder auffrischen mussten, ist im folgenden beispielhaft unser Impfplan aufgefĂŒhrt:

Ca. 10 Monate vor Reisebeginn

Erste Hepatitis-B-Impfung
Auffrischung Hepatitis-A-Impfung
(Anmerkung: Lasst Euch beim Arzt beraten, ob er Euch mit einem Kombi-Impfstoff impfen kann, der gegen beide Hepatitis-Arten wirkt).

Ca. 9 Monate vor Reisebeginn

Zweite Hepatitis-B-Impfung

Ca. 7 Monate vor Reisebeginn

Auffrischung Tetanus, Diphterie, Polio

Ca. 6 Monate vor Reisebeginn

Gelbfieber-Impfung

Ca. 4 Monate vor Reisebeginn

Dritte Hepatitis-B-Impfung

Ca. 3 Monate vor Reisebeginn

Besprechung mitzunehmender Medikamente und Abstimmung der Malaria-Prophylaxe mit Arzt

Ca. 2 Monate vor Reisebeginn

Impfung gegen Tollwut

Ca. 1 Monat vor Reisebeginn

Impfung gegen Meningitis
Impfung gegen Typhus

Da die Krankenkassen die Kosten fĂŒr diese Impfungen nicht bezahlen, kommt hier schon ein ganz schöner Batzen Ausgaben auf Euch zu. Ist aber immer noch besser (und wahrscheinlich billiger), als spĂ€ter auch nur eine dieser Krankheiten zu bekommen.

ZusĂ€tzlich zu diesen Impfungen addieren sich dann noch die Kosten fĂŒr privat verschriebene sowie fĂŒr nicht verschreibungspflichtige Medikamente bzw. sonstiges Zubehör der Reiseapotheke (Spritzen, Bandagen, Pflaster etc. - s. Finanzplanung). Damit Ihr unterwegs keinen Ärger wegen dem MitfĂŒhren von Spritzen und Ă€hnlichem bekommt, solltet Ihr von Eurem Hausarzt eine (mehrsprachige) Bescheinigung erbeten, dass Ihr diese Medikamente und das Zubehör rechtmĂ€ĂŸig und fĂŒr Notfallzwecke besitzt.

Fast wichtiger als Medikamente und Impfungen erscheint mir aber vor allem ein Bereich zu sein, dem hĂ€ufig nur eine geringe Bedeutung zugemessen wird, der sogenannten "Expositionsprophylaxe“. Hierbei geht es darum, sich die Krankheitserreger vom Leib zu halten, zum Beispiel die malariaĂŒbertragende Anopheles-MĂŒcke mit Hilfe geeigneter Kleidung sowie abwehrender Substanzen auf der Haut („Repellents“, z. B. Autan). Ein weiterer Punkt in diesem Bereich ist auch die Hygiene, zum einen an sich selbst, um keine Eier irgendwelcher Erreger in der eigenen Haut auszubrĂŒten, als auch die Hygiene im benutzten Transportmittel oder in der fremden Unterkunft. Wenn keine Lebensmittel im Auto oder im Zimmer vor sich hin gammeln, ist es fĂŒr Ratten, Krankheitserreger Nummer eins auch wenn es um ganz ĂŒble Kranheiten geht, weniger attraktiv, sich dort aufzuhalten. Des weiteren sollte man versuchen zu vermeiden, durch Ratten verunreinigtes Essen zu sich zu nehmen. Das hat man allerdings vornehmlich nur in der Hand, wenn man selbst das Essen zubereitet.

Wo wir gerade beim Essen (und Trinken) sind: Gerade bei Obst und GemĂŒse sollte auch Vorsicht walten. Der englische Spruch „Boil it, cook it, peel it or forget it” (Siede es, koche es, schĂ€le es oder vergiss es) sollte hier immer berĂŒcksichtigt werden. Auch beim Wasser ist allerhöchste Vorsicht geboten, denn es ist an vielen Stellen der Welt stark verunreinigt. Zum einen hilft es, Wasser möglichst lange abzukochen, um dort einige der in ihm lauernden Krankheitserreger abzutöten. ZusĂ€tzlich gibt es noch die Möglichkeit, Bakterien und Keimen mit Chemie den Garaus zu machen. DiesbezĂŒglich lasst Euch am besten in spezialisierten Globetrotter-LĂ€den beraten, welche wasserdesinfizierenden Mittel fĂŒr Euer Vorhaben am besten geeignet sind.

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zuletzt aktualisiert: 03. MĂ€rz 2002




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