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Ein entscheidender Schritt liegt sicherlich in der Wahl des geeigneten Verkehrsmittels. Wir werden hier nur unsere Überlegungen schildern, die zur Wahl unseres Wagens
führten. Ich werde mich aber bemühen, weitere Informationsquellen zu finden, die andere Verkehrsmittel behandeln und auf der Link-Page darauf verweisen.
Unsere Auswahl fiel zwischen folgenden Fortbewegungsarten: Öffentliche Verkehrsmittel Flugzeug (Around the world-Ticket) Geländewagen
Öffentliche Verkehrsmittel Diese haben den Vorteil, dass sie von den oben genannten Alternativen das umweltfreundlichste Reisen erlauben. Des
weiteren erleichternn öffentliche Verkehrsmittel auch das Kennenlernen von Mitreisenden, wodurch das Kennenlernen von Land und Leuten wesentlich intensiviert wird gegenüber
dem Reisen im eigenen Fahrzeug. Das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfordert auch eine gewisse Flexibilität: Busse und Bahnen fahren nicht immer dann ab,
wenn sie sollen. Im Extremfall kann sich das Warten über mehrere Tage hinziehen. Ist dann ein Platz erreicht, kann es ziemlich eng werden. Nicht immer fahren die öffentlichen
Verkehrsmittel die Ziele an, zu denen es den Reisenden zieht. Dann erhöhen sich Reisedauer und -kosten durch die zusätzliche Nutzung von Taxen oder Mietwagen. Gegebenenfalls ist das Gepäck wegen Diebstahlgefahr
immer im Auge zu behalten und auch das Risiko, sich durch Tröpfcheninfektion (Anhusten) mit Krankheiten anzustecken, ist vorhanden. Im Gegensatz zu einem Fahrzeug entfällt
auch die Möglichkeit einer komfortablen Schlafmöglichkeit, weshalb wir uns für einen Geländewagen entschieden haben.
Flugzeug (Around the world-Ticket) Auch ein interessanter Ansatz, um die Welt zu entdecken. Die Vorteile bestehen unserer Ansicht nach darin, dass die
Möglichkeit besteht, die angeflogenen Regionen intensiv zu bereisen und kennenzulernen. Ausserdem lassen sich unruhige bzw. instabile Weltregionen überfliegen. Allerdings
ist diese Methode nicht sonderlich umweltfreundlich. Wie auch beim Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln ergibt
sich die Notwendigkeit, das Gepäck kontinuierlich im Auge und bei sich zu behalten, abgesehen von Ausnahmen (z. B. während der Nutzung eines Mietwagens). Die
Around-the-world-Tickets sind unseres Wissens nach in der Regel an die Einhaltung fester Termine gebunden. Nachteilig erscheint uns der schnelle Wechsel unterschiedlicher
Kulturkreise. Nachdem man sich in dem einen Gebiet gerade eingelebt hat, erlebt man möglicherweise einen „Kulturschock“ beim Wechseln der Kontinente. Unangenehm
kann es werden, wird der gebuchte Flug verpasst, wenn gleichzeitig bestehende Visa ablaufen. Trotzdem eine Möglichkeit, viele unterschiedliche Kulturkreise in kurzer Zeit zu besuchen.
Geländewagen Die Möglichkeit, die wir umsetzen wollen, ist das Durchführen unserer Reise mit einem geländegängigen Fahrzeug. Je nach Zielsetzung und Strecke kommen für ein
solches Fahrzeug unterschiedlichste Fahrzeuge in Betracht. Für ein großes Vorhaben wie ein Weltreise waren für uns, nach dem Besuch spezifischer Internet-Foren, nur noch drei
Wagenmarken bzw. Modelle interessant. Primär für eine Weltreise wird in den gängigen Foren der Toyota Landcruiser empfohlen, gelegentlich sogar noch genauer der HZJ78
(Stand 11/2001, Kostenschätzung: ab ca. 15.000 EURO). Wichtigster Grund dieser Empfehlung ist die Ersatzteilsituation. Toyota scheint weltweit am weitesten vertreten zu sein, so z. B. auch in Südamerika, wo es
ungemein schwieriger zu sein scheint, einen Landrover reparieren zu lassen. Wir haben uns aus Kostengründen (Anschaffungskosten) allerdings für einen Landrover
entschieden und hoffen, dass er robust genug ist, die Reise durchzuhalten. Jedoch ziehen wir auch die Möglichkeit in Betracht, den Landy notfalls unterwegs, z. B. wenn uns das
Geld ausgeht, zu verkaufen, und dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterzureisen. Ein kanadischer Landrover-Club-Vorstand rät dazu, sich vor der Reise durch
Amerika mit der Situation der dortigen Landrover-Clubs vertraut zu machen, um im Falle eines Falles dort Hilfe erhalten zu können. Aber Landrover ist nicht gleich
Landrover. Für eine solche Tour (oder z. B. für Touren in und durch Afrika) sind vor allem Landrover des Typs Defender (ggf. auch Discovery) zu empfehlen. Der Range Rover
scheint nicht unbedingt das ideale Gefährt für solche Vorhaben zu sein. Wir haben uns aus besagten Kostengründen allerdings für einen Landrover der Serie III (Fred) entschieden, mit Erstzulassung 1981, dessen Motor
gerade komplett überholt wird. Aber da spielten individuelle Gründe eine Rolle sowie die Vermutung, dass wir in Südamerika möglicherweise nur einige Länder bereisen wollen und dafür vermutlich öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Einige weitere Gedanken sollte man sich hinsichtlich der geeigneten Motorart machen. Für weite
Strecken lohnt sich unserer Meinung nach ein Dieselmotor. Allerdings gibt es die Empfehlung, dass dieser sinnvollerweise nicht mehr als 100.000 Kilometer auf dem Buckel haben sollte.
Insgesamt zählt natürlich der Gesamtzustand des Fahrzeugs. Wir haben es vorgezogen, unser Fahrzeug von einem Spezialisten (www.landypoint.com) zu beziehen, da
wir selbst nicht die Expertise besitzen, einen Wagen, erworben von einem privaten Verkäufer, daraufhin bewerten zu können, ob er für unser Vorhaben geeignet ist oder nicht.
Ob unsere Überlegung richtig war, können wir an dieser Stelle nach der Reise berichten.
Die Vorteile eines eigenen Fahrzeugs liegen darin, dass einige Dinge transportiert werden können, die das Leben ein wenig komfortabler machen. Zudem transportieren wir mit dem Wagen auch unsere eigene
Schlafstätte, was es uns auch erleichtert, die uns interessierenden Orte direkt anzufahren und uns dort gegebenenfalls länger aufzuhalten. Nachteilig ist natürlich der ganze damit verbundene Papierkram
(s. Dokumente), begonnen mit der Wahl der richtigen Fahrzeugversicherung, der Zulassung, des „Carnet
de passage“ etc. Vor der Reise sollte man sich bereits überlegen, welche Ersatzteile sinnvollerweise mitgeführt werden sollten. Reparaturen auf der Reise und der
notwendige Kauf des Kraftstoffes bedeuten natürlich weitere Belastungen der Reisekasse. Auch das Bewegen eines solchen Fahrzeugs durch unbekannte Großstädte dürfte eine echte Herausforderung sein.
Dies sind einige erste einleitende Worte. Wir freuen uns auf Feedback (auch in Form hier zu veröffentlichender Artikel) von denjenigen, die zu den Detailthemen weitere Infos
beisteuern können, die wiederum denjenigen weiterhelfen sollen, die mit dem Planen einer Fernreise gerade beginnen (mailto: gregor@travelcaptain.de).
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zuletzt aktualisiert: 04. Nov. 2001
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