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Reisepass
Eines der wichtigsten Dokumente auf einer Fernreise ist der Reisepass. In ihm werden die für den Besuch vieler Länder notwendigen Visa angebracht. Er wird üblicherweise sowohl bei der Ein- als auch bei der Ausreise benötigt. Viele Länder verlangen, dass der Reisepass bei Einreise in das Land noch mindestens weitere sechs Monate lang gültig ist. Das Passbild sollte noch eine Ähnlichkeit mit dem Eigentümer des Passes aufweisen, denn sonst kann es unter Umständen zu Schwierigkeiten bei der Einreise kommen.

Gelegentlich, zum Beispiel bei längeren Reisen, kann es sinnvoll sein, einen zweiten Reisepass bei sich zu haben. Bei unserem Einwohnermeldeamt mussten wir diesen schriftlich beantragen, hatten dabei aber keine Schwierigkeiten. Notwendig wird ein zweiter Pass vor allem dann, wenn Länder bereist werden, die Einreisen verweigern, sobald sich im Pass Sichtvermerke bestimmter anderer Länder befinden. So weisen beispielsweise einige arabische Länder Einreisewillige ab, die israelische Sichtvermerke in ihren Pässen haben. Um das Jahr 2000 herum konnte es angeblich zu Einreiseverweigerungen bei Reisen in die Demokratische Volksrepublik Kongo kommen, wenn der Pass ein Visum Ugandas aufwies.

Es ist allerdings nicht sinnvoll, auf der Reise abwechselnd den Erst- und Zweitpass zu verwenden, da manche Länder bei Einreise überprüfen, ob der Pass auch den Ausreisestempel des vorher bereisten Landes aufweist. Man sollte sich also vorher überlegen, wann der Zweitpass zum Einsatz kommt.

Der Reisepass wird üblicherweise von dem Ordnungsamt (z. T. vertreten durch das Einwohnermeldeamt) der Gemeinde, in der man gemeldet ist, ausgestellt. Für den Antrag werden Passbilder benötigt und es fällt eine Gebühr an. Um im Verlustfall schneller einen Ersatzpass ausgestellt zu bekommen, empfiehlt es sich, den Reisepass vor Reiseantritt zu kopieren, um die Kopien bei Verlust des Passes der Botschaft des Heimatlandes vorlegen zu können.

Visa
Visa sind für viele Länder die Grundvoraussetzung für die Einreise. Dabei unterscheiden sich die Ausstellungsformalitäten zum Teil erheblich. Manche Visa können direkt an der Grenze bei Einreise erworben werden, andere bei den Botschaften in den Nachbarländern und gelegentlich können Visa auch nur im Heimatland des Reisenden besorgt werden (das war beispielsweise in den neunziger Jahren für Algerien der Fall).

Visa gelten üblicherweise für eine bestimmte Frist in einem limitierten Zeitraum. Nichtsdestotrotz kann diese Geltungsdauer von den Einreisebeamten gelegentlich modifiziert werden. Manchmal ist ein Visum auch nur für eine kurze Dauer ausgestellt und muss dann im Land verlängert werden. Auch wenn es meistens die teuerste Variante ist, sollten Visa für die maximale Anzahl von Einreisen beantragt werden. Dies hilft in dem Fall, wenn bereits ein Land verlassen wurde, das Folgeland aber die Einreise verweigert. Ohne Mehrfachvisum wird die Weiter- bzw. Rückreise dann problematisch.

Bei der Visabeantragung ist es wichtig, dem Antrag einen frankierten Rückumschlag beizulegen, da einige Botschaften das Visum sonst nicht zurücksenden. Ein Versand von Antrag und Pass als Einschreiben an die Botschaft kann vorteilhaft sein. Je nachdem, ob die Botschaft Rücksprache mit dem Heimatland nehmen muss, kann die Ausstellung von einigen wenigen Tagen bis hin zu mehreren Monaten dauern. In den für die Reisevorbereitung verwendeten Reiseführern (oder Internetquellen) finden sich üblicherweise Informationen über die durchschnittliche Ausstellungsdauer der Visa. Werden Visa über spezialisierte Vermittler besorgt, addieren sich zu den eigentlichen Visagebühren noch die Vermittlergebühren sowie die Mehrwertsteuer.

Impfausweis
Manche Länder verlangen einen Impfnachweis für erhaltene Impfungen, insbesondere einen Nachweis über eine erfolgte Gelbfieberimpfung, wenn der Reisende aus einem gelbfiebergefährdeten Land einreist (für weitere Informationen über Impfungen siehe auch das Kapitel Gesundheit). Daher sollte auch der Impfausweis für den Grenzübertritt griffbereit liegen. Vordrucke für diesen Ausweis sind bei den Gesundheitsämtern und Tropeninstituten, gelegentlich auch bei Ärzten, Unikliniken und anderen medizinischen Institutionen erhältlich.

Auslandskrankenversicherung (s. auch Kapitel Versicherung)
Nachweise über die Auslandsreisekrankenversicherung können im Reiseland gefordert werden, bevor eine medizinische Behandlung erfolgt. Da es sich bei der Versicherungspolice um ein wichtiges Dokument handelt, sollte vorher geklärt werden, ob das Mitführen einer Kopie der Police ausreicht. Tritt der Krankheitsfall ein, sollte darauf geachtet werden, das die von den Ärzten bzw. Krankenhäusern ausgestellten Belege auch die von den Krankenkassen geforderten Angaben (Name des Behandelten etc.) enthalten (weitere Informationen siehe Kapitel Versicherung).

Devisendeklaration
In einigen Ländern müssen bei Einreise die mitgeführten Zahlungsmittel angegeben werden. Bei der Ausreise muss dann im Falle einer Kontrolle der Restbestand mit dem Anfangswert abzüglich der im Lande getauschten Beträge übereinstimmen. Damit soll vermieden werden, dass Geld auf dem Schwarzmarkt getauscht wird. Problematisch bzw. teuer kann es werden, wenn die Beträge bei Ausreise nicht übereinstimmen, da es dann schwierig werden kann, den Schmiergeldforderungen der Ausreisebeamten zu entkommen.

Passbilder
Passbilder werden unterwegs für die unterschiedlichsten Zwecke benötigt, am häufigsten für die Beantragung von Visa. Je nach Land gibt es unterschiedliche Anforderungen, wieviele Passbilder dem Antrag beizufügen sind. Da Passbilder gelegentlich auch für Trekking-Permits und ähnliches benötigt werden, empfiehlt es sich, eine ausreichende Anzahl mitzunehmen (ca. 3-4 pro bereistes Land). In einigen Ländern (z. B. Südafrika) besteht auch die Möglichkeit, Passbilder zu erstellen. Auf den Bildern sollte man ein gepflegtes Äusseres aufweisen. Bei Frauen empfiehlt es sich unter Umständen, einige Passbilder mit Kopftuch (für islamische Länder), bei Männern einige Bilder mit (bzw. ohne) Krawatte anzufertigen.

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zuletzt aktualisiert: 18. Feb. 2002



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