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Unsere Reise

Wir (Irene und Gregor) sind beide mit dem Reisegen auf die Welt gekommen. Unstillbares Fernweh zog uns immer wieder in die Fremde und als wir uns 1994 kennen lernten, spukte das Wort Weltreise bereits in unseren Köpfen herum. Einmal ausgesprochen war relativ schnell klar: Wir wollen nicht nur träumen. Ein paar Jahre dauerte es, bis aus den ersten Ideen eine ausgereifter Plan wurde, und acht Jahre nachdem wir zum ersten Mal über unseren Traum gesprochen hatten, war es dann endlich soweit: Im Mai 2002 brachen wir auf eine zweijährige Weltreise auf.

Unsere Reise führte uns durch Afrika, Asien, Australien und Südamerika. Die erste Strecke, von Frankfurt nach Ghana (Westafrika), legten wir mit unserem Landrover „Ginger“ (*1982) zurück, den wir dann nach Kapstadt verschifften, um auch Süd- und Ostafrika mit dem eigenen Gefährt zu erkunden.

Nach einem Jahr Afrika kauften wir ein Round-the-World-Ticket mit Stationen in Indien, Thailand, Australien, USA, Costa Rica und Brasilien. In Indien nutzten wir in erster Linie Züge, in Südostasien Busse. In Australien kauften wir einen Station Wagon, „Priscilla“ (*1986), mit dem wir einmal quer durch den Kontinent fuhren. Die Amerikas bereisten wir wieder mit Bussen bzw. leisteten uns gelegentlich einen Mietwagen.

Auf dieser Homepage findet ihr alle Informationen zu unserer Reise. Unter Newsletter könnte ihr in unsere Reiseberichte, die wir von unterwegs geschrieben haben, reinlesen und als PDF-Datei bestellen.

 Hier in Kurzform unser ganz persönlicher Eindruck der bereisten Kontinente:

Afrika hat bei uns die stärksten Emotionen ausgelöst, sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne. Dieser Kontinent ist faszinierend anders, wilder, unberechenbarer als alles, was wir sonst erlebt haben, was ebenso begeistern wie nerven kann. Afrika wurde auf dieser Reise für uns zum Maß aller Dinge. Wenn wir nach Afrika in ein armes Land kamen, mussten wir feststellen, dass die Leute in Afrika weitaus ärmer sind, wenn es heiß war, hatten wir schlimmere Hitze bereits in Afrika erlebt, in Afrika sind die Tiere größer, wilder, beeindruckender und gefährlicher als irgendwo sonst, die Krankheiten schlimmer und zahlreicher, die Landschaften vielfältiger... wir kamen immer wieder auf Afrika zurück.

Zu Indien muss man wohl einen ganz besonderen Draht haben, sonst lässt man sich, wie bei uns oft geschehen, zu sehr von Menschenmassen, Schmutz, lästigen Händlern und Magenproblemen beeindrucken. Was uns von Indien positiv im Gedächtnis geblieben ist, ist vor allem die Architektur. Nirgends sonst haben wir so viele faszinierende Gebäude gesehen wie dort und das Taj Mahal alleine ist schon die Reise wert. Auch Orte wie Rhajastan, Dharamsalla oder Goa haben bei uns ihre Spuren hinterlassen. Generell können wir also sagen, dass wir froh sind, in Indien gewesen zu sein, haben aber das Gefühl, nicht wieder dorthin zu müssen.

In Südostasien konnten wir uns erst mal von den Strapazen in Afrika und Indien erholen. Die Leute sind unaufdringlich, die Infrastruktur gut (ausgenommen Myanmar) und die thailändische Küche wurde unsere Lieblingsreiseküche. Unvergessen die Tempel von Angkor Wat und Bagan sowie die Strände Thailands, an denen wir eine schöne Zeit verbrachten. Insofern auf jeden Fall ein nettes Reiseziel, wobei wir keinen intensiven Bezug zu Ländern und Leuten herstellen konnten. Für uns nett, aber nicht mehr.

Ganz anders dagegen Australien. Dort zu reisen ist ganz nach unserem Geschmack. Weite einsame Landschaften und jede Menge Naturparks sorgten für das nötige Stück Freiheitsgefühl. In den schön angelegten Camps verbrachten wir bei gegrilltem Steak und Rotwein zahlreiche friedvolle Abende. Denn bei aller Naturbelassenheit bieten komfortable Straßen und gut bestückte Supermärkte einen hohen Reisekomfort. Auch an Sehenswürdigkeiten lässt der Kontinent nichts zu wünschen übrig und die Freundlichkeit der Menschen ist bestechend. Australien ist das Land, in das wir ohne weiteres ziehen würden (aber natürlich nur, wenn Familie und Freunde mitkämen  ;-)

Bei Lateinamerika haben wir den Eindruck, zu wenig gesehen zu haben, sind aber soweit sehr angetan von dem positiven Lebensgefühl der Latinos und der entspannten Stimmung. Auch landschaftlich bot sich uns viel Neues, wie der urwüchsige Corcovado-Park in Costa Rica oder das artenreiche Pantanal in Brasilien. Zudem entdeckten wir gegen Ende der Tour noch eine Stadt, die mit ihrer einzigartigen Lage Kapstadt oder Sydney Konkurrenz macht: das fantastische Rio de Janeiro. Einziger Wehrmutstropfen für uns: Wir ließen uns von den vielen Sicherheitswarnungen ein wenig einschüchtern (was subjektiv ist, da wir uns in Afrika weniger Sorgen machten, während mancher eingefleischte Lateinamerikareisende keinen Fuß auf afrikanischen Boden setzen würde, weil es ihm dort zu gefährlich ist). In Lateinamerika gibt es für uns auf jeden Fall noch viel zu entdecken - wir kommen bestimmt zurück.